|
Vom 18. bis 20. Mai 2006 besuchten Unternehmer aus dem Odenwald die Regionen Ostrava und Martin. Dort trafen sie mit Unternehmern aus den Regionen zusammen.
 Gruppenfoto vor dem Kreishaus in Martin, Slowakei
1. Tag (18. Mai 2006)
Besuch bei der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) in Prag.
Die deutschen Unternehmer wurden über die Möglichkeiten und Bedingungen eines geschäftlichen Engagements in Tschechien informiert. Jan Immel von der DTIHK berichtete über Rahmenbedingungen wie Steuerrecht, Genehmigungen, Umweltstandards, Arbeitskräftepotenzial. Dabei stellte er auch das Unterstützungsangebot der DTIHK vor.
 Georg Weißler (DTSW), Jan Immel, Vertreter der Geschäftsführung (DTIHK)
 Teilnehmer aus dem Odenwald: Unternehmer Heinz Bechthold (li), Landrat Horst Schnur und Gattin.
2. Tag (19. Mai 2006)
Konferenz der drei Regionen
In Ostrava trafen Unternehmer und Vertreter der Kommunen aus Ostrava, Martin und dem Odenwald zusammen. Alle drei Regionen stellten sich noch einmal vor. Auch die Unternehmer präsentierten sich und skizzierten, welche Zusammenarbeit sie sich vorstellen könnten. Dabei wurden erste Kontakte geknüpft und die Chancen einer Zusammenarbeit ausgelotet. Am Nachmittag hatten die deutschen Unternehmer Gelegenheit, tschechische Betriebe kennenzulernen und Gesprächspartner zu treffen. Dabei zeigte sich, dass die Hürden für eine Zusammenarbeit hoch sind, teilweise sind die tschechischen Betriebe sehr gut ausgelastet. Dennoch ergaben sich ausbaufähige Kontakte.
Vorstellung des Odenwaldkreises Die Präsentation von Landrat Horst Schnur

Vorstellung der Region Martin M. A. Kristina Cubonova, Dezernentin

Vorstellung der Region Ostrava Präsentation von Ing. Petr Kajnar Wirtschaftsdezernent der Stadt Ostrava

3. Tag (20. Mai 2006)
Exkursion nach Martin in der Slowakei
Zwei Autostunden von Ostrava entfernt liegt Martin, das kulturelle Zentrum der Slowakei. Zwischen den Gebirgen Hohe und Kleine Vatra gelegen, hat die Region auch touristisch einiges zu bieten. Ausbaupläne der Wintersportmöglichkeiten standen daher auch bei Oberürgermeister Bernát im Zentrum seiner Begrüßung. Wirtschaftlich profitiert Martin vom VW-Werk und weiteren Automobil-Zuliefererbetrieben.
Begrüßung durch den Oberbürgermeister von Martin, Ing. Stansilav Bernát


Betriebsbesichtigungen Die deutschen Unternehmen konnten auch in der Region Martin mehrere Betriebe ihre Branche besichtigen. Hier zeigte sich, dass neben der Metallverarbeitung Landwirtschaft und Holzindustrie einen hohen Anteil an der Wertschöpfung haben.
Zunächst besuchte die Delegation eine Mittelständische Fleischwarenfabrik. Der Holzreichtum der Region war hier der Ansatzpunkt für sehr temperamentvoll geführte Gespräche über mögliche Kooperationen. Zumindest mit Know-how können die Odenwälder hier zum Erfolg beitragen.

 Verhandlungen über Kooperationen der Unternehmen
In Kisuce Lieskovec besichtigten die Teilnehmer dann die Firma Biomasa, ein EU-gefördertes Modellunternehmen.

 Biomasa stellt Holzpellets her. Doch das eigentliche Geschäftsmodell ist die Lieferung von Heizwärme. Biomasa unterhält zahlreiche Heizungsanlagen in Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden. Die Kunden beziehen von Biomasa die Komplettlösung für die Beheizung. Das Interesse der Odenwälder war groß, engagiert sich doch auch die Wirtschaftsförderungesellschaft des Odenwaldkreises, OREG, in der Wärmeerzeugung mittels Holzpellets.
Bei regionalen Spezialitäten und sportlichen Aktivitäten ließen die deutschen Teilnehmer die Reise im Landgasthof Restaurace Bowling Rakovec ausklingen.

4. Tag (21. Mai 2006)
Vor der Rückreise hatten die Reiseteilnehmer die Gelegenheit, einen Flugsimulator für eine in Tschechien sehr häufig geflogenen Maschine im Regionalverkehr zu besichtigen. Auf dem Gelände des ehemaligen Militär- und heutigen Regionalflughafens ist auch eine Flugschule untergebracht.
 Besichtigung am Flughafen in Ostrava
|